Ausgangssituation

Wir kennen alle die Diskussionen aus der Politik zum Thema Computerspiele:

Da werden große Reden geschwungen von Leuten, die irgendwo mal zwei Minuten einen Ausschnitt eines Counterstrike-Spiels gesehen haben, aber sich offensichtlich noch nie wirklich damit beschäftigt haben, geschweige denn selbst einmal gespielt.

Es gibt unzählige mehr oder weniger wissenschaftliche Studien deren Ergebnisse in alle Himmelsrichtung streuen.

Siehe dazu auch folgenden Artikel auf Heise: http://www.heise.de/newsticker/Politik-und-Ideologie-in-Studien-zu-Gewalt-und-Medien–/meldung/134831

Sandiger kann der Boden also nicht sein auf dem viele Politiker ihr aberwitziges Gerüst von der Idee von Computerspielen als „menschenverachtendes Tötungstraining“, oder was auch immer sich dafür an an den Haaren herbeigezogenen Bezeichnungen ausgedacht wurde.

Dennoch sind viele Politiker davon überzeugt, dass die junge Generation an den Bildschirmen das Töten übt und dagegen etwas unternommen werden muss, was natürlich viel einfach ist als sich mit den realen Problemen auseinanderzusetzen, wie Schulstress, keine Perspektive für einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle, Familiäre Probleme, soziale Ausgrenzung etc.

Solche populistischen Forderungen, die dem Außenstehenden zwar auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen mögen, den Betroffenen aber die Haare zu Berge stehen lassen und meistens nicht nur wirkungslos sonder auch kontraproduktiv sind scheinen aber in den letzten Jahren unter den mächtigen dieses Landes recht beliebt geworden zu sein. (Siehe auch: Hackerparagraph, Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren etc.)

Das Ganze gipfelte vor kurzem darin, dass auf den Veranstalter der Intel Friday Night Games ein solcher Druck ausgeübt wurde, dass er die Veranstaltung von sich aus absagte, weil er seine Veranstaltung nicht für den Wahlkampf oder die internen Schlammschlachten irgendeiner Partei instrumentalisieren lassen wollte.

Uns Gamern wurde damit wieder einmal die Möglichkeit genommen uns zu treffen, Freundschaften zu knüpfen und einen schönen Abend im kreise gleichgesinnter zu verbringen.

Außerdem wurde damit auch verhindert, dass sich interessierte Eltern und Pädagogen auf der im Vorfeld stattfindenden sog. Eltern-LAN zu dem Thema informieren und sich selbst ein objektives Bild machen können.

Dafür demonstrieren wir:

  • Wir wollen nicht als Sündenböcke herhalten müssen, damit die Politik ein hübsches Thema für ihren Wahlkampf hat!
  • Wir Fordern Aufklärung anstatt populistischer Hetzreden!
  • Wir wollen unser Hobby frei ausüben und uns öffentlich darüber austauschen können und nicht nach hause ins stille Kämmerlein zurückgedrängt werden, denn daddeln werden wir immer!
  • Ein Verbot würde kaum etwas am Konsumverhalten von Computerspielen ändern, sondern nur die Spielenden ausgrenzen und verhindern, dass sie sich im realen Leben mit gleichgesinnten sozialisieren!
  • Wir wollen endlich mit dem Klischee aufräumen, dass Computerspieler die gewalthungrigen Freaks sind, als die sie in letzter Zeit dargestellt werden! Wir sind absolut friedlich und in allen Gesellschaftsschichten anzutreffen!